Samstag, 22. November 2008
In Paris nach dem Schriftlichen
z.B. hab ich gelernt, den Ball hochzuhalten.... (bitte Kopf drehen)
Dienstag, 11. November 2008
Inside IMPP
Dienstag, 4. November 2008
Ach ja,
Mehr soll dazu erst mal nicht gesagt werden. Eigentlich wollten wir ja eine Konkurrenz zu examenonline aufbauen (kostenlose Kommentare zu allen Fragen des aktuellen HEs), aber das muss erstmal warten. Mal sehen, wo das Schicksal, also die Fohrsähung, uns hinföhren wird.
Bewerbungsunterstützung von Vater Staat
Ich will hier nicht den Eindruck eines typ. Repräsentanten der allg. hochprävalenten "Mitnahmementalität" erwecken, aber diese Regelung ist eindeutig dafür gemacht, Leute wie uns zu unterstützen - es geht ja nicht darum, ALG zu beantragen, sondern nur um "Leistungen zur
Ich hab schon bei der Arbeitsagentur angerufen und nachgefragt. Man muss nur mit Perso/Ausweis hingehen, ein Formular ausfüllen und sollte die Daten seines Studiums im Kopf haben (ggf. Studienbuch mitnehmen). Immatrikuliert zu sein ist KEIN Hindernis. Später muss man dann nat. Quittungen und Belege vorlegen, um Geld erstattet zu bekommen.
Ich hoffe, einige (zukünftige) Leistungsträger unserer Gesellschaft so dazu zu bringen, sich wenigstens einen Teil des riesigen Sozialstaatskuchens zurückzuholen, der in Zukunft ohne unser Zutun, aber mit unseren Steuern gebacken werden wird (ok, die Metapher ist nicht geglückt).
Montag, 6. Oktober 2008
Noch ein letzter Merkspruch für die Prüfung

Nun, und jetzt der Merkspruch:
Beim Endwirt gehts für die Finnen zur Sache.
Erläuterung: die sexuelle Vermehrung der Bandwürmer findet im Endwirt statt, dazu müssen sie aber von diesem als Finnen aufgenommen werden. Für Taenia solium und saginata ist das der Mensch. Ich kann mir diesen Sachverhalt nur mit einem "schlüpfrigen" Spruch merken.
Wenn jemand noch ein besseres Bild hat - gerne! Ich hab nur keine Zeit, noch länger zu googeln.
Donnerstag, 25. September 2008
Falsche Lösungen bei mediscript
Also hier Nr. 1, gefunden auf der CD 3/96 - 3/06.
Examen 8/97, Frage 104
Das Röntgenbild zeigt eine Fraktur bei einem 9jährigen Jungen. Auf welche Problematik, die diese Verletzung auch bei lege artis durchgeführter konservativer Behandlung beinhaltet, sind die Eltern unbedingt hinzuweisen?


A Gefahr der Pseudarthrosenbildung
B Entwicklung einer Valgusfehlstellung
C Entwicklung einer Varusfehlstellung
D genu recurvatum
E bleibende Einsteifung des Kniegelenkes
mediscript gibt A als richtige Lösung an, die Schwarze Reihe aber, mit logischer Begründung B - aber hier erst mal der charakteristisch doofe mediscript-Kommentar:
Auf der Abbildung erkennt man eine proximale Tibiafraktur ohne Mitbeteiligung der Epiphysenfuge. Sechs Wochen posttraumatisch zeigt sich eine beginnende Konsolidierung mit Verschmälerung des Frakturspaltes und einem beginnenden enostalen Umbau. Wobei ich hier auch darauf hinweisen möchte, daß die Qualität dieser Bilder für eine exakte Beurteilung, typisch IMPP, sehr schlecht ist. Deutlich erkennbar ist aber in dem Bild nach sechs Wochen eine achsengerechte Stellung, so daß eine Varusfehlstellung oder sogar ein Genu recurvatum ausgeschlossen sind. Es sei auch darauf hingewiesen, daß bei Kindern Achsenabweichungen von bis zu 15° selbständig korrigiert werden. Wichtig bei solchen Frakturen ist, daß man darauf achtet, daß es bei einer konservativen Behandlung mit einem Gips zu keiner Rotationsfehlstellung kommt. Eine bleibende Einsteifung des Kniegelenkes ist bei dieser Fraktur auch nicht zu befürchten, da das Gelenk nicht mitbetroffen ist. Die Gefahr einer Pseudarthrosenbildung ist nach sechs Wochen ebenfalls noch nicht zu erkennen. Dieses läßt sich erst nach mehreren Monaten endgültig entscheiden. Aufgrund des Frakturverlaufes und der Biomechanik bei einer evtl. sperenden Fibula ist eine sekundäre Entwicklung einer Valgusfehlstellung durchaus möglich. Etwas Besseres fällt mir dazu leider nicht ein.
B*llsh*t! Hier sinngemäß der Kommentar aus der SR (GK 3 Ortho, 15. Auflage, 2003)
zu (A): Aufgrund der großen Regenerationstendenz des Kindes sind traumatisch verursachte Pseudarthrosen extrem selten.
zu (B) und (C): Das Rö.bild zeigt eine Tibiafraktur am Übergang Metaphyse/Diaphyse, epiphysäre Wachstumsfuge nicht betroffen. Achse nicht wesentlich verschoben. Die Fraktur ist mit konservativer Therapie problemlos auszuheilen. Im weiteren Verlauf kann es zu einer schicksalhaften Valgusdeformität kommen, da die posttraumatische Hyperämie die Tibia zu vermehrtem Wachstum reizt, während die nicht verletzte Fibula normal weiterwächst.
Sonntag, 21. September 2008
An Deutschland und die Welt
Es gibt eine offensichtliche Maßnahme, die die "Lehre" ebenfalls deutlich verbessern würde und dabei relativ wenig kosten würde (auf jeden Fall kostendeckend ausgeführt werden könnte):
Man muss einfach die Examensfragen, mit denen jeder Medizinstudent einen erheblichen Teil
seiner Gesamtlernzeit verbringt, so kommentieren, und in einem guten Programm so strukturieren, dass der lerneifrige und examensgestresste Student viel und schnell lernen, anstatt sich über die Hohlköpfigkeit der mediscript Kommentatoren ("dazu habe ich im Pschyrembel nichts gefunden") aufzuregen und dann zeitaufwendig selbst nachzuschlagen.
Warum nur wird diese Maßnahme nicht durchgeführt? Und was kann man machen, dass es im Interessen zukünftiger Medizinergenerationen doch gemacht wird?
p.s. Thiemes neue Internetseite zum Hammerexamen ist ein Versuch, aber bisher auch nur das
Samstag, 13. September 2008
Wer mit dem Urobilinogen vertrauter werden will,
Freitag, 12. September 2008
Gehirndoping
Und das Examen dürfte der Zeitraum im Studium sein, wo der ein oder andere es tatsächlich ausprobiert..
für mehr Informationen
Es ist allerdings zu hoffen, dass nur die wenigsten irgendwelche Psychopharmaka als Lernhilfen benutzen. Dazu ist die Note einfach nicht wichtig genug, und die meisten Mediziner sind wohl doch eher vernünftig und risikobewusst.
Sonntag, 7. September 2008
Besserwisserei
Die Lösung "lead time bias" ließe sich sinngemäß als "systematischer Fehler bezüglich der Laufzeit der Studie" übersetzen. Genau dies lag bei der erwähnten Untersuchung vor: die Laufzeit war systematisch zu kurz gewählt. Erst nach einer längeren Beobachtungszeit ließ sich feststellen, daß die angewandte Screeningmethode zwar die Überlebenszeit verlängert, jedoch nicht die Mortalität gesenkt hatte.
Zum Glück gibts die Wikipedia...
Beim lead time bias handelt es sich um einen Fehler, der bei Studien zur Krebsfrüherkennung eine Rolle spielt. Er beschreibt eine nur scheinbar verlängerte Überlebenszeit bei Vorverlegung des Diagnosezeitpunkts verglichen mit Patienten, die erst nach klinischen Symptomen eine Diagnose gestellt bekommen (...) - d.h. die Diagnose wird früher gestellt, und der Patient lebt nach Diagnosestellung länger, insgesamt besteht jedoch kein Gewinn an Lebenszeit durch Durchführung des Screenings. [habs überprüft]
Krass, oder? Das ist doch typisch für die mediscript-Kommentare - es wird irgendwas zusammengeschrieben, Hauptsache, es klingt gut und "erklärt" die vom IMPP angegebene Lösung. Gut zum Fragen-Auswendiglernen, schlecht, wenn man nicht irgendeine, sondern die richtige Erklärung haben will.
Das könnten wir besser! Wenn uns das IMPP nur ließe (ich hab mal angerufen, sie geben die Fragen nur an Verlage mit tragfähigem Geschäftskonzept heraus).
Samstag, 30. August 2008
Das liebe IfSG
Was alles bei akutem Erregernachweis meldepflichtig ist, kann sich kein Mensch merken... Wird aber sicher mal gefragt und ist praktisch auch nicht ganz irrelevant.
Hier also nur die nicht ganz so bösen Bösewichte, bei denen mich die Meldepflicht überrascht hat (bei Ebola & Co isses ja klar):
- E. coli, "sonstige darmpathogene Stämme" = EHEC, ETEC, EIEC, EPEC
- Giardia lamblia
- H. influenzae
- Rotavirus
- Salmonellen (alle!)
Was noch betont wird:
1. Quarantäne gibts nur noch für virales hämorrhagisches Fieber und Lungenpest
2. Das Gesundheitsamt kann Prostituierte ambulant behandeln
3. Es darf fast alles, nur keinen Magensaft gegen den Willen des Betroffenen entnehmen
Donnerstag, 28. August 2008
Röteln aus Togo

Als Kaiser Wilhelm II. nach Togo fuhr, traf er nach 3 Wochen Schiffsreise das traurige Äffchen Gregg, das sich bei ihm über ein nichtkonfluierendes Exanthem und eine nuchale Nll.-Schwellung beklagte; sonst wollte es aber nichts sehen, nichts hören und auch nicht über sein gebrochenes Herz sprechen. Nicht mal ein kaiserlichers Heidelbeer-Muffin vermochte es zu trösten.
Eine traurige Geschichte, die mir hoffentlich wenigstens hilft, die verdammte Röteln-Embryopathie zu kennen -Gregg-Syndrom: Auge (Retinopathie, Katarakt), Ohr (Innenohrtaubheit) und Herz (offener Ductus, Septumdefekte). Wegen Thrombozytopenie-bedingter Purpura wird auf engl. geschmacklos, aber einprägsam von "Blueberry muffin babys" gesprochen.
Und nebenbei sei noch daran erinnert, dass die sog. "German Measles" = Rubella (2-) 3 Wochen Inkubationszeit brauchen und zu den Togaviren gehören (Togo, unter Wilhelm eine dt. Kolonie, ist ziemlich arm, also reicht es nur zu RNA). Das alles lässt sich durch die MMR-Impfung im 12. und 18. Monat verhindern - siehe aktuelle STIKO-Seite. In der Schwarzen Reihe sind die Daten noch anders. Die Seite ist ziemlich interessant, z.B. gibts auch Infos zur seit 2007 für Mädchen von 12-17 Jahren empfohlenen HPV-Impfung gg. HPV 16 & 18 (der Impfstoff enthält das Hauptkapsidprotein der Viren, keine DNA).
Da ich mit Willem Zwo angefangen hab, ist es nur angemessen, mit Adolf, der Nazisau, aufzuhören - hier ein Merkspruch für DNA-Viren: Adolf Heppners PaPas Po hat Herpes
(Adeno-, HepaDNA-, Papova-, Parvo-, Pox-, Herpesviridae). Und welche davon sind nackt (ohne Hülle)? Hier ein First-Aid-Spruch: You have to be naked for a PAP smear (Parvo, Adeno, Papova - sinnigerweise gehören die HPV dazu).
für alle Examenslerner:
Sleep after learning aids memory recall.
In recent years, the effect of sleep on memory consolidation has received considerable attention. In humans, these studies concentrated mainly on procedural types of memory, which are considered to be hippocampus-independent. Here, we show that sleep also has a persisting effect on hippocampus-dependent declarative memory. In two experiments, we examined high school students' ability to remember vocabulary. We show that declarative memory is enhanced when sleep follows within a few hours of learning, independent of time of day, and with equal amounts of interference during retention intervals. Sleep deprivation has a detrimental effect on memory, which was significant after a night of recovery sleep. Thus, fatigue accumulating during wake intervals could be ruled out as a confound.
direkt zum pubmed artikel hier
Man fragt sich natürlich noch, welcher Schlaf am meisten fürs Erinnern bringt: REM, non-REM, etc.? Auch dazu ist schon geforscht worden, aber es ist noch nicht richtig konklusiv. Für das deklarative Gedächtnis, das ja für eine schriftliche Prüfung eher wichtiger als z.B. das prozedurale ist, soll SWS (slow wave sleep) wichtiger sein .....hier
Mittwoch, 27. August 2008
Lernstrategie
- Im Absetzbecken der Kläranlage wird der größte Teil der Wurmeier aus dem Abwasser entfernt - richtig! ...
- Beim Belebtschlammverfahren erfolgt der biologische Abbau nach vorausgegangener Fällung überschüssigen Phosphats - falsch! (Phosphat wird gleichzeitig oder zum Schluss ausgefällt)
Und?
Nun, die Themen scheinen im großen Ganzen die gleichen zu sein, es gab sogar eine Frage zum Badewasser, die aber relativ intuitiv zu beantworten war. Abwasseraufbereitung kam nicht vor, aber wer weiß! Es ist nicht auszuschließen, dass in den nächsten Jahren mal eine Frage zum Belebtschlammverfahren auftaucht!
Die gute Nachricht ist aber, dass die Fragen viel leichter zu sein scheinen als im GK3, soweit man das bei der geringen Zahl sagen kann. Ich werde also an meinem Ziel festhalten, den ganzen alten GK3 (von 2003) durchzukreuzen. Man muss nur die übertriebenen Detailfragen weglassen.
Witzig ist, dass der Hygiene-Teil der Schwarzen Reihe von unserem Dozenten verfasst wurde und sich dort seine Tiraden gegen Bonaqua fortsetzen. Aber es stimmt ja: Geld für Tafelwasser ausgeben ist doof, Volvic kaufen auch. Fast so schlimm wie Weintrauben aus Südafrika oder Viktoriabarsch. Wenn ich groß bin, züchte ich meine Tomaten selbst.
Dienstag, 26. August 2008
Syphilis
Prostitute's pupil - accomodates but doesn't react.
Reflektorische Pupillenstarre (Argyll-Robertson-Pupille)
(Quelle: ich glaub "First Aid for the USMLE")
Sie war eine blonde Hexe;
sie hatte Augen so blau -
jetzt fehlen mir die Patellarsehnenreflexe
und auch die Hinterstränge werden grau.
(Quelle: Mein Großvater, nicht autobiografisch)
Das Tertiärstadium ist klin. ziemlich irrelevant in Zeiten von Penicillin, aber das IMPP scheints trotzdem noch gerne zu fragen.
Ach, noch was, weil ich mich vor kurzem mal über Stereotype ausgelassen hab - das IMPP ist nicht besser:
Ein 28jähriger Flugbegleiter, der sich seit einem halben Jahr nicht mehr wohlfühlt (...) bemerkt multiple, nicht schmerzhafte, rötlich-bräunliche ovale Hautherde;
richtige Antwort (Bild war dabei): Kaposi-Sarkom.
Überhaupt bin ich von der Raffinesse des IMPP eher enttäuscht - nicht, dass die Fragen leicht wären, aber es wird nur stumpf nach immer abseitigeren Details gefragt, statt bei Fragen nach den Grundlagen mal ein paar Fallen einzubauen; ein nachtschwitzender junger Russe hat immer Tb und nie ein Hodgkin-Lymphom, ein Türke immer M. Behçet, ein Ägypter Bilharziose. Warum kann nicht mal ein Eskimo Malaria haben?
Noch eine abartige Eigennamen-Eselsbrücke:
"Hunter leben gefährlich (~perniziös), Plumm(b)er brauchen nur Eisen..."
Und noch eine: Galeazzi - an der Tatzi [J.W.]. Und so merk ich mir die Smith-Fraktur:
Übrigens: Smithers ist nicht schwul, sondern Burns-sexual.Damit schließe ich diesen Prokrastinationspost. Besser als Heuschreckenfotografie immerhin!
Sonntag, 17. August 2008
Was man nicht alles tut,
Samstag, 16. August 2008
dissoziative fugue

hinter allem im Fernsehen steckt doch irgendetwas echtes...
http://en.wikipedia.org/wiki/Ansel_bourne
Freitag, 15. August 2008
Jetzt aber mal wieder zur Sache:
Kardinal Sydenham knotete sich seine Rheumadecke mit roten Rändern um und wanderte trotz Polyarthritis mit Fieber und Gelenkschmerzen akut nach PRag, weil es Anhaltspunkte für eine kürzlich stattgehabte Streptokokkeninfektion gab.Hauptkriterien des Rheumatischen Fiebers:
- Karditis
- Sydenham-Chorea (Chorea minor, spät)
- Rheumaknoten (subkutane Knötchen)
- Erythema marginatum (selten)
- wandernde Polyarthritis
- Fieber
- Arthralgie
- Acute phase reactants (BSG, CRP, Leukos)
- PR-Verlängerung im EKG (dt.: PQ)
PS: Ich weiß nicht, ob das irgendjemand außer mir was bringt... Aber es musste raus! Sowas fragt das IMPP ja gern und es wäre nat. toll, wenn mal ein russisches Kind durch frühe Diagnose und Penicillintherapie gerettet werden könnte durch diesen unglaublich wichtigen Blogeintrag :).
Montag, 11. August 2008
Medaillenspiegel
Viele andere Länder machen auch viel Mist. Ein Beleg -
Hier die Liste der größten Rüstungsexporteure:
1. USA
2. Russland
3. D
4. F
5. UK
http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCstungsindustrie
und hier der ewige Medaillenspiegel:
1. USA
2. Russland
3. D
4. I
5. F
6. UK
